2 x 3:3

2x3:3 bezeichnet eine spezielle Spielvariante, die von Lutz Landgraf entwickelt wurde. Die Spielvariante eignet sich vor allem für den Anfänger- und  Jugendbereich (bis C- Jugend). Diese Spielform ist aber auch immer dann sinnvoll,  wenn verstärkt  das Training von individuellen Fähig- und Fertigkeiten auf dem Trainings - oder Lehrplan stehen. 

Grundregeln des Spiels 2x3:3 
- 2 Mannschaften spielen mit "normaler" Spielerzahl (6 plus Torwart) gegeneinander
- Das Handballfeld wird für jede Mannschaft in eine Angriffs und Abwehrhälfte unterteilt (siehe Skizze), die Mittellinie teilt diese und  darf nicht überschritten werden. In jeder Hälfte befinden sich je 3 Spieler jeder Mannschaft.
- Das Spiel beginnt mit Hochball
- Nach einem Torerfolg bringt der Torhüter den Ball sofort wieder ins Spiel (Passmöglichkeit in beide Hälften) 
- Zeitstrafen sind persönliche Strafen, d.h. die Mannschaften dürfen sich ergänzen, spielen also immer 3 gegen 3
- durch abklatschen an der Mittellinie können Spieler die Spielfeldhälfte wechseln, das Verhältnis 3:3 muss immer gewahrt bleiben
Wie man in der  Skizze sehen kann, übernehmen die Angreifer auch Abwehraufgaben (Angriff blau), wenn der Ball vom Torhüter einem Abwehrspieler zugespielt wurde und diese nun versuchen den Ball weiter zu ihrem Angriff zu spielen versucht der blaue Angriff sofort wieder in Ballbesitz zu gelangen.  
 
hier stehen nur die wichtigsten Regeln, da 2x3:3 noch relativ neu ist wird hier noch etwas experimentiert, d.h. es kann passieren, das in einigen Handballkreisen der Torhüter ausdrücklich die Erlaubnis hat  sich als Mitspieler außerhalb des Torraums anzubieten, in anderen Kreisen dies ausdrücklich untersagt ist. 

Vorteile des  2 x 3:3
- übersichtlichere Spielsituation d.h. Vereinfachung von Entscheidungssituationen
- mehr 1 gegen 1 (mit und ohne Ball), mehr Bewegung, mehr Tore, mehr Spaß
- offensives auf Ballgewinn ausgerichtetes Abwehrverhalten  (statt defensives an 6m auf bloßes Tore verhindern ausgerichtetes Verteidigen)
- Größe ist weniger entscheidend, d.h. kleine, schnelle und bewegliche Spieler haben mehr Chancen ein
Tor zu erzielen als bei 6:6, insgesamt werden sowohl konditionelle als auch koordinative Fähig - Fertigkeiten intensiver gefordert und damit auch gefördert. 
- mehr Verantwortung und mehr Spielanteile für schwächere Spieler (bei nur 3 Spieler in Angriff oder Abwehr muss jeder einzelne mehr Beitragen)  kein "Abstellen" auf Außenpositionen
 
 

 

Praxistipps für Training und Spiel
- jeder Spieler soll immer Spielanteile sowohl im Angriff als auch in der Abwehr erhalten
- Spielfeldbreite und Tiefe sollte auch zu dritt genutzt werden. Vor allem im Angriff da dadurch mehr Platz für ein erfolgreiches 1 gegen 1 vorhanden ist und die Situationen z.B. nach dem Aushelfen eines Abwehrspielers eindeutiger werden.
- im Training kann die Spielerzahl auch verändert werden z.B. in einer Spielfeldhälfte 4:4 in der anderen 3:3 o.ä.. allerdings sollte man darauf achten, dass nicht zu viele Spieler in einer Hälfte spielen, da dann die Vorteile (Übersichtlichkeit, Spielanteile Torhäufigkeit etc.) schnell verloren gehen.
- die Trennung der Spielfläche eignet  sich auch gut um nach Leistungsniveau, Geschlecht, Alter, Größe etc. zu trennen.  was gerade bei schwierigen Trainingssituationen z.B. paralleles Training A und C- Jugend oder sehr heterogenen Mannschaften/Klassen eine gute Möglichkeit sein kann 
- 2 x 3:3 kann auch sehr gut auf einem kleineren Spielfeld gespielt werden (wenn z.B. nur ein Hallendrittel zur Verfügung steht, es wird dadurch aber natürlich sowohl technisch anspruchsvoller als auch körperbetonter
- andere Wurfziele auswählen, z.B. Kästen oder Weichbodenmatten, in der E- Jugend möglichst mit Torabhängung spielen

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