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Körpertäuschung gegen die Wurfhand

Unter einer Körpertäuschung gegen die Wurfhand wird ein Durchbruch auf der Gegenwurfhandseite mit vorheriger Täuschhandlung auf der Wurfhandseite verstanden. Für einen Rechtshänder bedeutet dies er täuscht auf der rechten Seite an und bricht auf der linken Seite durch. 

Auch hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten und der Kreativität der Handballspieler sind nur physische und durch das Regelwerk bedingte Grenzen gesetzt. Problematisch hierbei ist vor allem die 3 Schrittregel. 

Für den Anfängerbereich eignen sich folgende Techniken:

1.1. Körpertäuschung gegen die Wurfhand mit Doppelschritt

Skizze: (für Rechtshänder)

Animation Körpertäuschung gegen die Wurfhand mit Doppelschritt, Schrittfolge mit beidbeinigem Einspringen

Nach dem beidbeinigen Einspingen erfolgt ein Täuschschritt mit dem rechten Fuß. Mit dem rechten Fuß kurz tippen und anschließend gleich wieder in die andere Richtung bewegen. Das linke Bein bewegt sich in der Zeit nicht. Erst wenn der rechte Fuß am Gegenspieler vorbeigesetzt wurde, kommt ein dynamischer Schritt in Richtung Tor. Die Technik ist durch den Doppelschritt mit Rechts und den so auf ständigen Bodenkontakt angewiesenen linken Fuß nicht so dynamisch und raumgewinnend wie eine normale Körpertäuschung oder ein Prelldurchbruch. Diese Technik hat aber den für Anfänger entscheidenden Vorteil, dass ganz normal mit dem Sprungbein abgesprungen werden kann und nicht geprellt werden muss.

1.2 Körpertäuschung gegen die Wurfhand mit Prellen

Skizze: (für Rechtshänder)

Animation Körpertäuschung gegen die Wurfhand mit Doppelschritt, Schrittfolge mit beidbeinigem Einspringen

Nach dem ein- oder beidbeinigen Einspingen erfolgt eine Täuschbewegung (am geeignetsten ist hier eine Passtäuschung nach rechts) Der Ball wird gehalten und mit der Wurfhand am Abwehrspieler vorbeigeführt. Es folgt links neben dem Abwehrpieler ein kleiner Tipper, der Ball wird sofort wieder gesichert und mit einer Vorwärtsbewegung Richtung Tor versucht der Angreifer zum Abschluss zu kommen. Vorteile: Die Passtäuschung funktioniert bei vielen Abwehrspielern sehr gut und lässt sich dynmischer und damit glaubwürdiger Antäuschen als ein einfacher Doppelschritt. Durch den Tipper ist diese Variante nicht so Schritteanfällig wie die Variante mit Doppelschritt. Wird von den Schiedsrichtern seltener als Schrittfehler gepfiffen. Nachteil: Problematisch bei dieser Bewegung ist zum einen die Armführung des Wurfarms (sehr nah am Abwehrspieler vorbei) und der Tipper nah am Abwehrspieler, was natürlich immer die Gefahr des Ballverlusts birgt. Deshalb ist es extrem wichtig die Auftaktbewegung sehr glaubwürdig zu machen und den Abwehrspieler in die falsche Richtung zu bewegen. Geschieht dies nicht besteht die Gefahr des Stürmerfouls und des Ballerlusts beim Tippen.

    Beobachtungsschwerpunkte:
  • Beine rhythmischer Ablauf, deutliches einstemmen, kein "umspringen"
  • Ellbogen (kein Kugelstoßen)
  • Kopf sollte nicht wegdrehen
  • Handfläche sollte in der Ausholphase unter dem Ball, beim beschleunigen hinter, in der Abwurfphase hinter bis über dem Ball sein (abklappen des Handgelenks)

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