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Technik

Sprungwurf

Der Sprungwurf ist wohl der wichtigste und häufigste angewendete Wurf im Handball. Im Vergleich zum Schlagwurf bietet der Sprungwurf mehrere Vorteile. Zum einen ist es möglich durch einen Absprung in die Höhe, der Abwehr das Blocken zu erschweren. Für die Außen ist ein guter Absprung vor allem wichtig um Raum und damit einen besseren Wurfwinkel zu gewinnen. Im Konterbereich oder nach gelungenen 1:1 Aktionen wird durch einen Absprung in die Weite die Distanz zwischen Tor und Schütze verringert, was eine Reduzierung der Reaktionszeit des Torhüters und somit bessere Erfolgsaussichten für den Schützen bedeutet. Bei der Vermittlung und dem Training des Sprungwurfs sollten diese unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten berücksichtigt werden und dementsprechend ein Absprung in Höhe, Weite versch. Richtungen trainiert werden. 

Bewegungsbeschreibung

(für Rechtshänder)

Vorbereitungsphase

Diese setzt sich zusammen aus dem Anlauf, dem Absprung und dem Zurückführen des Wurfarms. Der Absprung wird üblicherweise mit einem 3 - Schritt - Rhythmus eingeleitet. Mit dem letzten Schritt und in der Steigephase wird der Arm nach hinten oben geführt. Das rechte Knie wird zur Schwungverstärkung seitlich außen (Abspreizwinkel ca. 45°) mit angewinkelt hochgezogen und dient gleichzeitig der Stabilisation. 

Hauptphase

in der Luft gleicht der Wurf dem Schlagwurf, Also wieder über 
- Bauchmuskulatur (Bogenspannung)
- Oberkörperrotation
- Armzug
- Nachklappen des Handgelenks den Ball am Kopf vorbei nach vorne  beschleunigen. Der Ellbogen bleibt dabei auf Schulterhöhe, der Kopf in Wurfrichtung (kein ausweichen/wegdrehen, dem Ball bis zum Schluss nachschauen) Das rechte Bein stabilisiert die Wurfbewegung durch eine Gegenbewegung Richtung Hallenboden.

Endphase

gelandet wird beidbeinig oder wieder auf dem Absprungbein, das Schwungbein fängt die Vorwärtsbewegung dann ab 

typische Fehlerbilder und Korrekturen
  • die meisten Fehlerbilder gleichen denen des Schlagwurfs, so sieht man auch bei den Sprungwürfen zu lange Schritte, zu tiefe Ellbogen, oder Handgelenke die nicht richtig nachklappen. Außer diesen Fehlern gibt es noch die fehlerhafte Schwungbeinführung. 

  • Bsp.1 (Video mit Schwungbeinfehler)

Beobachtungsschwerpunkte 

  • Beine rhythmischer Ablauf, deutliches abspringen und seitliches Hochführen des Schwungbeins
  • Ellbogen auf Schulterhöhe (kein Kugelstoßen)
  • Kopf sollte nicht wegdrehen
  • Handfläche sollte in der Ausholphase unter dem Ball, beim beschleunigen hinter, in der Abwurfphase hinter bis über dem Ball sein (abklappen des Handgelenks
  • Rumpf knicken nach vorne bei normalem Wurf (ohne Abwehr) kein seitliches Abknicken)


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